CO₂-Fußabdruck als wichtiger Schritt zur Klimaneutralität bis 2035

Die Fortuna hat im letzten Jahr ihr Verantwortungsbewusstsein im Hinblick auf Nachhaltigkeit erweitert sowie den Bereich in der Organisationsstruktur neu verankert und damit den Weg vom klassischen CSR-Engagement hin zu einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagement eingeschlagen. Als zentrale Maßnahme hat Fortuna Düsseldorf im Juli 2023 als erster Verein der Landeshauptstadt die Klimaschutzvereinbarung „Düsseldorfer Klimapakt mit der Wirtschaft“ unterschrieben.  

Als offizieller Klimapartner hat sich der Club dazu verschrieben, CO-Emissionen zu reduzieren und so am gesamtstädtischen Ziel der Klimaneutralität bis 2035 mitzuwirken. Dafür war es im ersten Schritt notwendig, den „Status quo“ der CO-Emissionen auszuweisen, die durch den Verein im Laufe eines Geschäftsjahres verursacht werden.  

Fortuna Düsseldorf 1895: Fortuna unterzeichnet Klimapakt der Landeshauptstadt Düsseldorf (f95.de)

Alexander Jobst, Arnd Hovemann, Dr. Stephan Keller, Klaus Allofs, Rheinkirmes, Saisoneröffnung

Arnd Hovemann: „Durch den ermittelten CO-Fußabdruck haben wir nun die Grundlage für mehr Klimaschutz bei Fortuna Düsseldorf geschaffen. Darauf aufbauend werden wir nun eine konkrete Strategie entwickeln, die uns dabei hilft, unseren CO2-Fußabdruck zu verringern.“ 

Gemeinsam mit ClimatePartner hat die Fortuna ihren CO2-Fußabdruck für die Saison 2022/23 berechnet und dabei die unterschiedlichen Standorte der Geschäftstätigkeit berücksichtigt: Fanshop Burgplatz, Geschäftsstelle, Merkur Spiel-Arena (Heimspiele), Nachwuchsleistungszentrum Flinger Broich, Profigebäude, Trainingsgelände Arena und Toni-Turek-Haus am Flinger Broich. Die Berechnungen erfolgten in Anlehnung an die Richtlinien des Greenhouse Gas Protocol Corporate Accounting and Reporting Standard (GHG Protocol).

Durch die vorliegende CO2-Bilanz kennt der Verein nun seine größten Emissionstreiber und kann Reduktionspotenziale ableiten. Auf Basis der Ergebnisse wird nun eine Klimaschutzstrategie entwickelt, um klare Maßnahmen umzusetzen. 

So fanden bereits Fan-Workshops zum Thema „Fanmobilität“ statt, um gemeinsam konkrete Ideen zu entwickeln, wie CO2-Emissionen bei der An- und Abreise reduziert werden können. Als Grundlage diente eine Mobilitätsanalyse, die unter Dauerkarteninhaberinnen und -inhabern parallel durchgeführt wurde. Die Ergebnisse und nächste Schritte zur Fanmobilität werden derzeit ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. 

Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Dr. Stephan Keller: „Die aktive Einbindung der Fans in die Erstellung eines klimafreundlicheren Mobilitätskonzeptes ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Sport und Gesellschaft gemeinsam wirksamen Klimaschutz vorantreiben können.“ 

Die Ergebnisse

Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V. hat gemeinsam mit ClimatePartner für sein Unternehmen mehrere Corporate Carbon Footprints (CCFs) berechnet. 

Ein CCF ist der CO₂-Fußabdruck eines Unternehmens: Er ist die Summe der CO₂-Emissionen, die das Unternehmen in einem festgelegten Zeitraum innerhalb der definierten Systemgrenzen verursacht hat. In diesem Bericht werden die verschiedenen CCFs als Gruppe Corporate Carbon Footprint 2022/23 zusammengefasst und beinhalten folgende Einzelberechnungen: Fanshop Burgplatz, Geschäftsstelle, Merkur Spiel-Arena (Heimspiele), NLZ Flinger Broich, Profigebäude, Trainingsgelände Arena und TTH Flinger Broich. 

CCF – die Grundlage für Klimaschutz

Berechnen, reduzieren, Klimaschutzprojekte finanzieren – das ist entscheidend für Klimaschutz im Sinne des Pariser Abkommens.  

Die Grundlage für konkretes Handeln im Klimaschutz ist somit die Berechnung: Wer den Carbon Footprint kennt, weiß, wo CO₂-Emissionen entstehen und wie hoch diese sind. Gleichzeitig ermöglicht es der Carbon Footprint, Vermeidungs- und Reduktionspotenziale zu erkennen, Reduktionsziele festzulegen sowie entsprechende Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. In den Folgejahren lässt sich anhand des Berichts überprüfen, ob die gesetzten Ziele erreicht wurden, in welchen Bereichen Fortschritte erzielt wurden und wo Emissionen noch stärker reduziert werden sollten. 

Gesamtergebnis ​

Dies ist das Ergebnis der Emissionsberechnung für die Geschäftsaktivitäten der Gruppe Corporate Carbon Footprint 2022/23.

CO₂-Emissionen Ergebnis

No Data Found

Gesamtergebnis11.527,3 t CO₂
Fan-Mobilität (Heim- und Auswärtsfans)5.078,0 t CO₂
Gastronomie4.318,8 t CO₂
Anfahrt Mitarbeitende387,9 t CO₂

Zum Vergleich: Die Emissionen entsprechen dem CO₂-Fußabdruck von 1.325 Europäerinnen und Europäern. Eine Person in Europa verursacht im Jahr durchschnittlich 8,7 t CO₂ (https://www.eea.europa.eu/data-and-maps/data/data-viewers/greenhouse-gases-viewer)

Unser Vorgehen bei der Berechnung

Prinzipien

Bei der Erstellung des CO₂-Fußabdrucks und des entsprechenden Berichts wurden – dem GHG Protocol gemäß – fünf grundlegende Prinzipien beachtet:  

Relevanz: Die Berechnung sollte sämtliche Treibhausgasemissionen berücksichtigen, die den CO₂-Fußabdruck des Unternehmens angemessen widerspiegeln. Der anschließende Bericht ermöglicht es dem Nutzer, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens, Entscheidungen zu treffen.  

Genauigkeit: Es wird sichergestellt, dass die Berechnung der Treibhausgasemissionen weder systematisch zu hoch noch zu niedrig ausfällt. Unsicherheiten sind weitestgehend zu reduzieren. Der Bericht sollte so exakt sein, dass die Nutzer die nötige Sicherheit gewinnen, adäquate Entscheidungen treffen zu können.

Vollständigkeit: Der Bericht muss alle Treibhausgasemissionen innerhalb der gewählten Systemgrenzen erfassen. Jede relevante Ausnahme, die nicht berücksichtigt wurde, ist zu dokumentieren, offenzulegen und zu begründen.

Transparenz: Alle relevanten Aspekte müssen sachlich und in sich schlüssig behandelt und dokumentiert werden, so dass der Bericht klar und gut nachvollziehbar ist.

Konsistenz: Es werden einheitliche Methoden verwendet, um die Emissionen im Laufe der Zeit vergleichen zu können.

Datenerfassung und Berechnung

Die CO₂-Emissionen wurden mit Hilfe von Verbrauchsdaten und Emissionsfaktoren berechnet. Dabei wurden, soweit möglich, Primärdaten verwendet. Standen keine Primärdaten zur Verfügung, wurden Sekundärdaten aus anerkannten Quellen eingesetzt. Die Emissionsfaktoren stammen aus wissenschaftlich anerkannten Datenbanken wie ecoinvent und DEFRA. 

Operative Systemgrenzen

Die Operativen Systemgrenzen geben an, welche Aktivitäten des Unternehmens die einzelnen Carbon Footprints der Gruppe Corporate Carbon Footprint 2022/23 jeweils erfassen. Die verschiedenen Emissionsquellen wurden, gemäß GHG Protocol, in drei Bereiche (Scopes) unterteilt:  

Scope 1 enthält alle von Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V. direkt erzeugten Emissionen, beispielsweise durch unternehmenseigene Anlagen oder Fuhrparks.  

Scope 2 führt Emissionen auf, die durch zugekaufte Energie entstanden sind, zum Beispiel Strom und Fernwärme.  

Scope 3 umfasst alle übrigen Emissionen, die nicht der direkten unternehmerischen Kontrolle unterliegen wie die Anfahrt der Mitarbeitenden oder die Entsorgung des Produkts. 

CCF Ergebnistabelle: Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V.

Scope 1

No Data Found

Emissionsquellen  t CO₂%  
Gesamtergebnis Scope 1  303,15  2,6  
Fuhrpark  299,15  2,6  
Kältemittelleckagen  3,99  0,0  

Scope 2

Emissionsquellen  t CO₂%  
Gesamtergebnis Scope 2  290,172,5
Eingekaufter Strom für den Eigenbedarf (stationär)148,241,3
Eingekaufter Strom für den Eigenbedarf (Fuhrpark)2,410,0
Eingekaufte Wärme, Dampf und Kühlung für den Eigenbedarf139,511,2

No Data Found

Scope 3

No Data Found

Emissionsquellen t CO₂ % 
Gesamtergebnis Scope 310.934,57 94,9 
3.1 Eingekaufte Güter und Dienstleistungen 4.435,15 38,5 
Gastronomie 4.318,81 37,5 
Druckprodukte 83,06 0,7 
Elektronische Geräte 23,55 0,2 
Externes Rechenzentrum 6,17 0,1 
Wasser 2,24 0,0 
Büropapier 1,32 0,0 
3.3 Brennstoff- und energiebezogene Emissionen 151,80 1,3 
Vorkette Fuhrpark 74,74 0,6 
Vorkette Wärme 59,54 0,5 
Vorkette Strom 17,52 0,2 
3.4 Vorgelagerter Transport und Verteilung 7,31 0,1 
Logistik und Transport 7,31 0,1 
3.5 Abfälle aus dem Betrieb 42,75 0,4 
Betriebsabfall 41,35 0,4 
Transport zur Abfallentsorgung 1,40 0,0 
3.6 Geschäftsreisen175,841,5
Flüge62,190,5
Miet- und Privatfahrzeuge61,440,5
Hotelübernachtungen44,060,4
Bahn8,150,1
3.7 Anfahrt Mitarbeitende5.498,4247,7
Fan-Mobilität5.077,9844,1
Anfahrt Mitarbeitende387,943,4
Home Office32,500,3
3.8 Gemietete oder geleaste Objekte325,425,3
Wärme284,732,5
Strom37,930,3
3.11 Nutzung der verkauften Produkte297,862,6
Streaming297,862,6